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Trainings für Moderator/-innen von Zeitzeugentreffen

Trainings für Moderator/-innen von Zeitzeugentreffen

Das Gespräch mit Überlebenden der Blockade ist ein unverzichtbarer Teil der Programme für Jugendliche, die wir im Rahmen des Projekts “Humanitäre Geste” veranstalten. Wir laden Großmütter und Großväter ein, die die Blockade überlebt haben, damit die Teilnehmenden ein Stück lebendiger Geschichte erfahren, mit den Augenzeugen der furchtbaren Ereignisse der Jahre 1941 bis 1944 sprechen und aus erster Hand hören können, was zu dieser Zeit geschah.

Natürlich können beim Gespräch mit Vertreter/-innen einer anderen Generation Schwierigkeiten auftreten, darunter auch sprachliche. Aus diesem Grund werden bei jedem Treffen unsere Moderator/-innen dabei sein, welche die Erzählungen der Blokadniki ins Deutsche übersetzen helfen und bei Bedarf auch Tipps geben, welche Fragen noch gestellt werden könnten und wie Missverständnisse vermieden werden.

Im September haben wir drei Seminare für die Moderatorinnen und Moderatoren solcher Treffen durchgeführt.

Während unseres ersten Seminars am 6. September konnten sich die Moderator/-innen mit dem Konzept unseres Projekts vertraut machen und erhielten einen ersten Eindruck von der Arbeit mit internationalen Gruppen. Unter der Leitung von Elena Rasumowskaja, einer erfahrenen Trainerin und Moderatorin, konnten sie eigene Erfahrungen von der Teilnahme in Jugendprojekten austauschen und Prinzipien der Kommunikation mit Teilnehmer/-innen sowie Lösungen für mögliche Konfliktsituationen ausarbeiten.

Im Fokus der Seminare vom 18. und 25. September stand das Interview mit den Blokadniki. Dabei arbeiteten sie in zwei verschiedenen Richtungen: Die zukünftigen Moderator/-innen besprachen nicht nur das Format des Interviews als solches, sondern auch die Besonderheiten der Kommunikation mit Vertreter/-innen einer anderen Generation.

Olga Agapowa, die Leiterin des Training, sprach selbst unzählige Male mit Blokadniki, Bewohner/-innen von besetzten Gebieten und ehemals minderjährigen Häftlingen von Konzentrationslagern. Sie berichtete von nützlichen Techniken zur Vorbereitung auf solche Treffen und erklärte, was ein gut geführtes Interview von einem Interview unterscheidet, das bei allen Beteiligten ein unangenehmes Gefühl auslöst. Die Seminarteilnehmer/-innen besprachen die wichtigsten Fähigkeiten zur Durchführung eines Interviews und legten für sich die günstigsten Kommunikationsformate fest.

Im Anschluss an die drei Seminare laden wir die Moderator/-innen zur Arbeit mit Gruppen aus Deutschland ein. Gerüstet mit neuen Kenntnissen und praktischen Fähigkeiten können sie jetzt den Teilnehmenden helfen, sich nicht in der neuen Situation zu verlieren und maximale Eindrücke von ihrem Programm in Sankt Petersburg zu erhalten.