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Das Verwaltungssystem von theatralischen und musikalischen Einrichtungen im belagerten Leningrad (Juni 1941 – Januar 1942)

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Autor(en): Maria Gargyants

Übersetzung: Sophie Tempelhagen

Bibliographische Angaben:

Gargyants, M.G. Das Verwaltungssystem von theatralischen und musikalischen Einrichtungen im belagerten Leningrad (Juni 1941 – Januar 1942) // Historischer Kurier, 2022 Nr. 6 (26), S. 88-97.
Zum russischen Originaltext.

Kurzbeschreibung:

Der vorliegende Artikel macht es sich zur Aufgabe, die Strategie der Verwaltungsorgane von kulturellen Einrichtungen zur Aufrechterhaltung des Konzertlebens im Hinterland und an der Front zu analysieren. Es erfolgt eine Analyse der Historiografie zu Kulturorganisationen des belagerten Leningrad, darunter auch Arbeiten, die speziell den Theatern, der Leningrader Philharmonie, dem Leningrader Rundfunkkomitee oder dem Konservatorium gewidmet sind. Der Artikel verwendet bisher unveröffentlichte Akten der Leningrader Kunstverwaltung, Beschlüsse und Verordnungen des Leningrader Stadtexekutivkomitees sowie Jahresberichte von Theatern, die im Zentralen Staatlichen Archiv für Literatur und Kunst Sankt Petersburg (ZGALI), dem Zentralen Staatlichen Archiv für historisch-politische Dokumente Sankt Petersburg (ZGAIPD), der Filiale des Zentralen Archivs des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation und dem Archiv der Marine (Stadt Gatschina) aufbewahrt werden. Diese Dokumente ermöglichen es zu rekonstruieren, wie die Besucherquote der Theater und der Philharmonie am Vorabend der Blockade aussah und wie sie sich im Weiteren veränderte, wie viel die Eintrittskarten kosteten, inwiefern sie für den durchschnittlichen Stadtbewohner erschwinglich waren und wie viele Konzerte in den Stammhäusern durchgeführt werden konnten. Die Autorin zieht die Schlussfolgerung, dass die Aufrechterhaltung des Kulturlebens der Stadt durch die Umstellung der Hauptaufgaben des Theaters von Auftritten im Stammhaus zu militärpatenschaftlicher Arbeit sowie durch die Einführung einer Praxis regulärer Konzerte im Theater der Roten Armee und dem Theater der Baltischen Rotbannerflotte ermöglicht wurde. Das belegen statistische Materialien anhand der Gegenüberstellung der Anzahl von Konzerten im Stammhaus und der Anzahl von auswärts gegebenen Konzerten ebenso wie die Veränderungen im Repertoire.

Sprache(n): Deutsch

Kategorien: Wissenschaftliche Aufsätze